Was versteht man unter einer Depression?

Jeder war schon mal einen Tag oder ein paar Tage nicht so gut drauf. Ist das schon eine Depression oder welche Depressionen Symptome gibt es? Eine Depression ist etwas anderes, als über einen bestimmten Zeitraum nicht gut drauf zu sein. Ein Fachmann denkt an eine Depression, wenn folgende Beschwerden über mindestens zwei Wochen auftreten. Man nennt diese Beschwerden auch Hauptsymptome:

– Interesselosigkeit

– wenig Freude

– Gefühl der Energielosigkeit

– stetige Müdigkeit

– Niedergeschlagenheit

– Schwermut

Weitere Symptome:

Neben den sogenannten Hauptsymptomen gibt es die begleitenden Symptome, Zusatzsymptome genannt:

– Appetitverlust

– Konzentrationsstörungen

– Schuldgefühle

– fehlendes Selbstvertrauen

– Suizidgedanken

– wiederkehrende Gedanken an den Tod

– Unentschlossenheit

– vermehrtes Essen

Bei einigen Menschen mit Depressionen gibt es weitere Symptome, wie

– Kopfschmerzen

– sexuelle Störungen

– Verdauungsprobleme

Wichtig zu wissen ist, dass eine Depression ein Problem der Gesundheit ist und nichts mit dem Charakter zu tun hat.

Eine leichte Depression:

Es wird von einer leichten Depression gesprochen, wenn zwei Hauptsymptome mit zwei Zusatzsymptomen auftreten. Hier stehen die Chancen gut, dass man ohne besondere Behandlung die Depression überwindet. Trotzdem sollte man sich fachmännische Beratung holen. Dann kann man mit Gesprächen den Heilungsprozess unterstützen und einen Rückfall vermeiden. Dieses Vorgehen nennt man: beobachtendes Abwarten. Reicht das nicht, kann eine Psychotherapie erfolgen. Diese Therapie kann unter Umständen durch Medikamente, wie Antidepressiva unterstützt werden.

Eine mittelschwere Depression:

Von einer mittelschweren Depression spricht man, wenn zu den zwei Hauptsymptomen noch drei bis vier Zusatzsymptome kommen. Hier wird oft mit einer Psychotherapie oder mit Medikamenten behandelt.

Eine schwere Depression:

Von einer schweren Depression spricht man, wenn mindestens drei Hauptsymptome und mindestens vier Zusatzsymptome vorliegen oder der Zustand bereits besonders lange anhält. Hier beginnt man in der Regel mit einer Kombination aus Medikamenten und Psychotherapie. Sollte die Therapie nicht schnell anschlagen, kann eine stationäre Therapie angeraten sein. Oft kommt es vor, dass Patienten mit einer leichteren Form durch den Tod einer wichtigen Person, durch eine Trennung, den Verlust des Arbeitsplatzes oder etwas ähnlichem in eine schwerere Form der Depression rutschen.

Weitere Ursachen für eine Depression:

Es gibt auch andere Faktoren, welche eine Depression auslösen können, wie eine Unterfunktion der Schilddrüse, verschiedene Medikamente, darunter die Antibiotika oder die Pille. Wer häufig Alkohol und Drogen konsumiert erhöht sein individuelle Risiko eine Depression zu bekommen.

Wie merkt der Betroffene eine Depression?

Für den Betroffenen ist es selber schwierig. Er denkt, sein Umfeld kann seine Situation nicht nachvollziehen. Oft hört er gut gemeinte Empfehlungen, wie „Kopf hoch“ oder „Du hast schon schlimmeres geschafft.“ Diese Aussagen sorgen dafür, dass der Druck beim Betroffenen steigt. Der Betroffene fühlt sich schlecht, weil es ihm nicht gut geht. Es entsteht das Gefühl, dass die Beschwerden nicht in Ordnung sind. An einer Depression ist niemand Schuld. Es kann durch alle Schichten wirklich jeden treffen.

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